No Sugar Challenge Teil 2

„So ganz ohne Zucker, wie machst du das denn?“, „Ich könnte das nicht.“, „Willst du das für immer machen?“ und viele andere Sätze wie diese habe ich schon zur genüge gehört, wenn ich mit Freunden und Familie darüber rede, dass ich auf Zucker verzichte oder verzichten möchte. Was ich darauf antworte, ob ich aktuell Zucker konsumiere und wieso ich dem Zucker so kritisch gegenüberstehe erfährst du im Laufe dieses Blogbeitrags.

Zucker – was macht der eigentlich mit uns?

Zucker, egal in welcher Ausführung führt in unserem Körper dazu, dass unser Blutzuckerspiegel steigt und um diesen wieder zu senken, produziert unsere Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin. Hat man nun Saccharose, also Kristallzucker, zu sich genommen überfordert das unseren Körper und er schüttet immer mehr Insulin aus, was ein Hungergefühl entstehen lässt. Folgen davon, wir essen obwohl wir keinen physischen Hunger haben sondern nur einem im Gehirn ausgelösten. Die überschüssige Nahrung lagert sich nun in den unbeliebten „Pölsterchen“/ „Problemzonen“ ab. Mittlerweile gibt es dazu viele, teilweise auch mehr wissenschaftliche Beiträge dazu und es ist recht interessant sich mehr Wissen dazu anzueignen, denn Zuckerkonsum hat durch aus auch gesundheitliche Folgen.

Das man sich immer schön die Zähne putzen soll damit die „Sugar bugs“ (wie wir in den USA sagen) nicht kommen, haben wir schon im Kleinkindalter mit auf unseren Weg bekommen. Doch tatsächlich ist das nicht alles, Zucker kann mit der Zeit unserem Magen, Darm, Gehirn und auch unserer Leber großen Schaden zufügen. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich keine Ärztin, Forscherin, Ernährungsexpertin oder ähnliches bin und alles hier lediglich auf meiner Erfahrung und Recherche beruht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mein Köper wahrnehmbar auf meinen Zuckerkonsum reagiert hat. Sobald ich mehr als ein Stück Schokolade gegessen habe, wusste ich, das ich am nächsten Tag einen dicken Pickel in meinem Gesicht haben würde. Nachdem ich die ersten Versuche einer Ernährung ohne Zucker erfolgreich gemeistert habe, konnte ich dahin gehend auch Verbesserungen feststellen. Mein Hautbild hat sich gebessert, meine Verdauung wurde spürbar besser und auch mein Mindset hat sich in eine positive Richtung gestaltet.

Zucker wirkt wie eine Droge!?

Wenn du mich fragst: JA! In meinen Augen macht Zucker dich abhängig und da es ja in unserer Gesellschaft auch völlig legitim ist Süßigkeiten, also Zucker, zu konsumieren und an Freunde zu verschenken, hinterfragt natürlich niemand diese Abhängigkeit und erst recht nicht die Gefahr. Hast du schon mal probiert den Zucker wegzulassen? Damit meine ich nicht, dass man mal eine Woche nach den Oster- oder Weihnachtstagen mit dem Süßkram einen Gang runterschaltet, sondern ihn radikal aus deiner Ernährung zu streichen und das für mindestens 30 Tage. Nein? Dann probier es am besten selber mal aus und du wirst sehen wie es dir dabei geht. Ich zu meinem Teil kann sagen, das ich mich nicht wohlgefühlt habe die ersten Tage.

Seit knapp zwei Wochen verfolge ich das Projekt „frei vom Zucker“ wieder. Nach dem ich im Januar bereits erfolgreich für 30 Tage zum Zucker adieu gesagt habe, ist dies nun mein zweiter Versuch in diesem Jahr. In meinem ersten Teil erfährst du mehr dazu, was mich zur „No Sugar Challenge“ bewegt hat und wie ich es angestellt habe. Anders als beim Versuch im Januar, werde ich es dieses Mal für einen unbestimmten Zeitraum machen. Im Januar habe ich nach meinen ersten Wochen ohne Zucker gemerkt, wie viel fitter und ausgeglichener ich mich fühle.

Um zurück zum Thema zu kommen, ich habe wie gesagt gerade erst gestartet mit meinem Zucker „Entzug“ und ich möchte hier gern festhalten wie es mir dabei in meiner ersten Woche ging. Um ehrlich zu sein, mir ging es überhaupt nicht gut, ich war schnell reizbar, müde, hatte mit Kopfschmerzen zu kämpfen und besonders in den ersten drei Tagen hat mein Körper mich förmlich angeschrien, dass ich etwas zuckerhaltiges konsumieren soll. Klar hätte ich nachgeben können aber aus meiner Erfahrung von Januar weiß ich jetzt – es wird sich ändern und zwar zum Positiven. Eine Erscheinung die meine Reizbarkeit nicht gerade gelindert hat, war: mein linkes Auge hat 7 Tage durchgängig gezuckt, was extrem anstrengend und Nerven raubend war. Aktuell fühle ich mich immer noch recht müde, ich werde aber mit Sicherheit am Ende meines ersten Monats dir dazu nochmal ein Update geben.

Wie auch immer, wenn man über all diese Erscheinungen nachdenkt (Augen zucken, Müdigkeit, Reizbarkeit, Verlangen nach Zucker, Erschöpfung, Kopfschmerzen) ist es doch ganz offensichtlich (für mich zumindest) das ich meinen Körper über all die Jahre abhängig von Zucker gemacht habe und das es mir scheinbar sehr schwer fiel, in den ersten Tagen, diesem Druck und dem Verlangen stand zu halten. Mit diesen Erfahrungen schockiert es mich umso mehr, zu sehen wie völlig normal es ist immer und überall Zucker zu sich zu nehmen. Leute freuen sich wenn sie etwas Süßes geschenkt bekommen oder es an andere verschenken. Aber warum? Denn offensichtlich tut es uns nichts gutes. Für mich selber habe ich beschlossen keine Süßwaren mehr zu verschenken und wirklich freuen, wenn ich das süße Gift geschenkt bekomme würde ich mich vermutlich auch nicht (nur über die Geste).

Abschließend möchte ich noch ganz spezifisch auf die Worte am Anfang des Beitrages eingehen. Ich glaube man kann nicht von Heute auf Morgen alles ändern, kleine Schritte sind hier viel wert. Ich habe angefangen Saccharose komplett aus meiner Ernährung zu streichen, keine Süßigkeiten, keine Lebensmittel die Zucker in ihrer Zutatenliste aufweisen und auch keine gesüßten Getränke. Damit fahre ich so erst einmal ganz gut. In Zukunft würde ich gern auch noch andere Zucker neben Sacharose mit rausstreichen. Als Alternativen bieten sich getrocknete Früchte, frisches Obst und Gemüse an. Auch hier sollte man es nicht übertreiben, aber um den süßen Hunger zu stillen sind sie um Welten besser als der herkömmliche Schokoriegel. Außerdem war es uns nie so leicht wie jetzt nach Rezepten zu suchen die ganz ohne Zucker sündhaft gut schmecken.

Für wie lange willst du das machen?

Ehrlich gesagt weiß ich das nicht so genau. Ich habe mir kein Limit gesetzt und werde es für so lange machen, wie es mir damit gut geht. Der Weg ist das Ziel und ich möchte gern bewusst Leben, mich wohlfühlen und Entscheidungen treffen die mir gut tun und die meinem Lebensstil gerecht werden. Wir können alles schaffen was wir wollen, auf unserem Weg dahin sollten wir uns aber immer wieder fragen: Hilft mir diese Entscheidung dabei, das Leben zu leben, welches ich leben möchte? Das ist auch gleichzeitig meine Antwort auf die Aussage „Ich könnte das nicht“ – DOCH du kannst das, wenn du es willst und wenn es dich zu der Person macht, die du sein möchtest.

Jeder kann es schaffen. Du kannst es schaffen. Ohne Zucker zu leben, bedeutet nicht keinen Spaß mehr am Leben zu haben oder das es langweilig wird. Es kommt nur ganz allein auf deine Überzeugung und Einstellung drauf an.

mit ganz viel Liebe

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2 Kommentare zu „No Sugar Challenge Teil 2

  1. Sehr spannend finde ich deine eigenen Erfahrungen die du beim Verzicht auf Zucker machst und deine Leser zeitgleich darüber informierst und teilhaben lässt ,bin auf den nächsten Teil gespannt und freu mich drauf .

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  2. Toller Beitrag. Das Geschriebene deckt sich genau mit meinen Erfahrungen. Meine Kinder mussten gesundheitsbedingt auf Zucker verzichten. Da haben die Nachbarn reagiert, als ginge es um Körperverletzung: „Wie, die dürfen nichts Süßes?! Ich kenne ein Kind das ist wegen Unterzuckerung umgekippt.“ usw. Süßigkeiten gehören hier einfach so dazu, dass man schon ein Außenseiter ist, wenn das Kind nicht täglich sein Eis und einen Schokoriegel bekommt. Solange sie nicht dick sind, ist das doch kein Problem. Dass der gekaufte Pudding den Apfel verdrängt ist auch nebensächlich, denn Süßigkeiten sind Belohnung und werden für die Kids dadurch noch interessanter.
    Ich habe nach drei Wochen bereits große Veränderungen gemerkt, werde aber nach wie vor von meinen Kollegen eher belächelt, wenn ich den mitgebrachten Kuchen ablehne. „Ach ja, du isst ja kein Zucker.“
    Denn bei Nachbarn wie Kollegen zählen nicht Früchte als Süßes, sondern eben nur die Kalorienbomben mit lustigen Farben und 20 Zusatzstoffen. Schade, dass man sich für natürliches Essen rechtfertigen muss.
    Liebe Grüße und fühl dich mental unterstützt 😉.
    Silvia

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